2013 - Jenseits des Guten und Schönen? - unbequeme Denkmäler

Das 10. Geschichtsfest fand am bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 08. September 2013 statt.

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals stand 2013 unter dem Motto:

„Jenseits des Guten und Schönen? - unbequeme Denkmäler“

Dieses Thema mag zunächst befremdlich klingen. Beim zweiten Hinhören, oder besser Hinschauen, wird uns allerdings schnell bewusst, wie viele Denkmäler es auch in unserer Stadt gibt, die uns zu denken geben können oder sollten. Wie viele denkmalgeschützte Orte, Mahnmale und Gebäude sind versteckt oder verschwunden, weil wir sie nicht „wahrnehmen“ (wollen) oder deren Botschaften uns zu unbequem sind.

Häufig stehen wirtschaftliche oder politische Interessen der Unterschutzstellung  eines Denkmals im Wege. Denkmäler sind mehr als das zu „Bewahrende“, sie sind, wie die Sprache es sagt und meint, dazu da, nachzudenken.

Wir besuchen an diesem Tag Friedhöfe, Kirchen, Kriegerdenkmäler, erhaltene Kolonien und das schutzlose Bayer-Kreuz. Wir fragen uns, wo das Schwimmbad an der Bismarckstraße oder das Bayer-Hochhaus  geblieben sind und ob das Kesselhaus auf dem Gelände der „Neuen Bahnstadt“ erhalten werden kann, warum ein „Rathaus“ in Schlebusch als Spielcasino dient und warum eine Kirche in Opladen beinahe verschwunden wäre.

Unsere Partnerstädte in Europa haben jeweils auch ein „unbequemes“ Denkmal ihrer Stadt ausgesucht und mit Bild und Text für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt. Dabei lernen wir, trotz aller Unterschiedlichkeit, dass in jeder Stadt so manches im Wege steht, was uns erinnert, ermahnt oder auch ermutigt, neue Wege zu gehen. Wenn das gelingt, dann leistet Denkmalschutz einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Städte.

Um Ihnen die Leverkusener und europäischen Denkmäler näherzubringen haben wir zusätzlich zu den Stadtrundfahrten und der Ausstellung eine Broschüre angefertigt, welche weitergehende Informationen zu allen Denkmälern enthält.


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